Das eigene „Studio“

Ganz wichtig für den Klang der Aufnahme ist der Raum, in dem ihr sitzt. Radio und Hörspiele werden meist im Studio produziert, mit Profi-Technik und gedämmtem Raum. Was aber, wenn kein Studio verfügbar ist?

„All you need is a big idea and a medium-sized pillow“

Dann gibt es ein paar einfache Tricks, die auch Profis nutzen. Dass einige Radio-Reporter und Podcaster gerade unter der Bettdecke oder ihrem Mantel sitzen, ahnen die meisten Hörerinnen nicht.

Lulu Miller lüftet dieses „bestgehütetste Geheimnis des Radio“:

Aber wozu überhaupt?

Das wichtigste ist, dass der Sound „trocken“ klingt, dass es also nicht hallt.

Hall entsteht, wenn die Stimme an den Wänden oder anderen Oberflächen reflektiert wird. Dadurch erreichen verschiedene Versionen des gleichen Worts das Ohr zu unterschiedlichen Zeiten.

Mit Hall in der Aufnahme kann man hören, in welchem Raum der Sprecher gerade sitzt. Bei Reportagen kann das gerade gewollt sein – dann geht es genau darum, zu hören wo man ist.

Verwirrend ist dagegen, wenn man sehr gut hören kann, dass die Erzählerin in einem großen Saal sitzt – sie aber erzählt, sie sei auf einer Wiese draußen und die Vögel zwitschern. Der Kontrast macht die Erzählung unglaubwürdig.

Außerdem macht es Hall schwer, eine Audioaufnahme zu schneiden. Ein Wort hat dann kein präzises Ende und hallt ins nächste Wort hinein. Da Interviews und O-Töne meist geschnitten werden müssen, wird es dann kompliziert.

Aus diesen Gründen hat sich der trockene Klang durchgesetzt und klingt einfach professioneller. Und um das zu erreichen, werden viele Audioleute recht kreativ.

Mehr Ideen fürs eigene „Studio“ findet ihr hier:

Airmedia: A gallery of studio selfies

Transom: Voice Recording in the Home Studio

Pinterest: 1000+ images DIY Home Recording Studios

Für die Fortgeschrittenen: Netzbasteln: Raumklang

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